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		<title>Claudia Kemfert</title>
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			<title>EU Roadmap – Lösung oder Irrweg? </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//eu_roadmap_loesung_oder_irrweg.html</link>
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			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die EU Kommission hat ihren Fahrplan zur Sicherung der Energieversorgung, Treibhausgasminderung und Entwicklung des Energiesektors vorgestellt. <br />Hier Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. <br /><br /><b>Wie schätzen Sie die Energy Roadmap 2050 ein? </b><br />Grundsätzlich halte ich die Ziele für richtig und für machbar, insbesondere die komplette Dekarbonisierung der Stromerzeugung und Energieversorgung. Dabei ist es wichtig, gezielt auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu setzen, den Stromhandel und somit&nbsp; Wettbewerb durch den Ausbau der Netze voranzubringen sowie die Verbesserung der Energieeffizienz deutlicher als bisher in den Blick zu nehmen. Die Zielsetzung ist richtig, die Szenarien bilden verschiedene Pfade ab. Es geht darum, dass man heute die richtigen Schritte einleitet, um die Wende zu schaffen. <br /><br /><b>EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat fünf Modellrechnungen vorgestellt, wie bis 2050 ambitionierte CO2-Reduktionen erreicht werden können. Welches Modell halten Sie für das beste? </b><br />Ich halte das Szenario der fast aggressiven Umsetzung von Energieeffizienz für das geeignetste. Das vermindert die volkswirtschaftlichen Kosten erheblich. Die Strompreise steigen kaum, je mehr Energieeffizienz man umsetzt. Es stecken sicherlich Tücken im Detail. Gerade wenn man es herrunterdekliniert auf Produktions- und Industrieprozesse, auf Gebäudesanierung und Mobilität. Leider wird Energieeffizienz heute allgemein noch unterschätzt.<br /><br /><b>Kommissar Oettinger lehnt es ab, eins der Modelle zu empfehlen. Wäre ein klares Signal aus Brüssel, etwa pro Modell mit Schwerpunkt auf Erneuerbare oder deutlich mehr Energieeffizienz, nicht sinnvoller gewesen? </b><br />Die Ziele für Gesamteuropa bis zum Jahr 2050 sind ja vorgegeben. Die Frage ist jedoch, wie die in den jeweiligen Mitgliedsländern umgesetzt werden können und müssen. Der Energiebereich in Europa ist sehr heterogen und die Voraussetzungen in den Ländern sind sehr unterschiedlich. Die EU sollte gemeinsam mit den Ländern erarbeiten, wie die Ziele umgesetzt werden können.<br /><br /><b>Der CDU-Europaparlamentarier Peter Liese wirft der&nbsp; Bundesregierung vor, Maßnahmen zur Energieeffizenz zu vernachlässigen - obwohl gerade in diesem Bereich viel für das Klima getan werden könne. <br /></b>Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa sind die Energieeffizienzpotentiale riesig, ein schlafender Riese, dem man leider zu wenig Beachtung schenkt. Europa wäre gut beraten, in diesem Bereich auch wirklich verbindliche Ziele vorzugeben, mit denen man die Länder zur Umsetzung verpflichtet. Die Verbesserung von Energieeffizienz sollte oberste Priorität haben. <br /><br /><b>Was sehen Sie an der Energy Roadmap 2050 kritisch? </b><br />Schwierig ist zum Beispiel das Thema CCS (Carbon Capture and Storage, die Abscheidung und unterirdische Lagerung von Kohlendioxid). CCS ist ein wichtiger Baustein in den Roadmap-Szenarien zur Erreichung der Klimaziele. Die Frage ist aber, ob diese Technik wirklich in dem Umfang zum Einsatz kommen wird. Eine Ausgangsvoraussetzung sind effektive Gesetzesvorgaben, die nicht in jedem Land vorliegen. Oftmals fehlt zudem die gesellschaftliche Akzeptanz. Deutschland ist hier das beste Beispiel. Vattenfall hat deswegen sein CCS-Projekt in Brandenburg erst einmal gestoppt. Ob es in anderen europäischen Ländern anders aussehen wird, wird man sehen.<br /><br /><b>Abgesehen von gesellschaftlicher Akzeptanz, wie bewerten Sie CCS unter ökonomischen Gesichtspunkten? </b><br />CCS führt zu erheblichen Effizenzverlusten, zudem rechnet es sich erst bei einem CO2 Preis von über 50 Euro pro Tonne CO2. Diesen Preis wird man vermutlich kaum in den kommenden zwei Jahrzehnten erreichen. Ökonomisch gesehen gibt es somit bessere Alternativen als CCS.<br /><br /><b>Könnten technische Innovationen die CCS-Technologie in den kommenden Jahrzehnten nicht noch effizienter machen? <br /></b>Dies ist durchaus möglich. Wenn man jedoch heute gezielt auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzt, kann man komplett auf Kohle und CCS verzichten. Forschung und Innovation könnten dazu führen, dass diese Technik kostengünstiger wird. Oder aber CO2 als Produkt zur Weiterverwendung nutzt - das wäre eine echt sinnvolle Innovation.<br /><br /><b>CCS wird als Brückentechnologie beworben. Wenn Sie sich nun gegen CCS aussprechen, welche Technologie ist stattdessen als Brücke sinnvoll? </b><br />Gas ist die eigentliche Brückentechnologie, die mehr Potenziale hat als CCS. Gaskraftwerke produzieren weniger Treibhausgase als Kohle und lassen sich aufgrund der Flexibilität besser mit erneuerbaren Energien kombinieren. Zudem gibt es Gas derzeit im ausreichenden Maße auf dem internationalen Markt, die Preise sind gefallen.<br /><br /><b>In der Roadmap wird auch die Förderung von Schiefergas positivbewertet - in der Öffentlichkeit ist das aber ähnlich umstritten wie CCS. Wie schätzen Sie das ein?</b><br />Man muss genau erforschen, welche Umweltrisiken durch die Förderung von Schiefergas auftreten können. Aus den USA weiß man, dass neueste Techniken zum Abbau von unkonventionellem Gas zu einem Überangebot führen können. Aber es gibt auch Studien, die darauf hinweisen, dass es Umweltrisiken geben kann. Für Europa wird Schiefergas nur dann eine Rolle spielen können, wenn es keine Umweltrisiken gibt.<br /><br /><b>Wie seriös sind überhaupt Rechenmodelle über einen Zeitraum von knapp vier Jahrzehnten? </b><br />Um die Unsicherheiten über zukünftige Entwicklungen abzubilden, nutzt man verschiedene Szenarien. Sicherlich kann man auch durchaus noch mehr unterschiedliche Szenarien, Annahmen und Parameter einbeziehen, das macht es aber nicht gerade übersichtlicher.<br /><br /><b>Oettinger will mit der Roadmap eine Energie-Debatte anstoßen, an deren Ende verbindliche Ziele für 2030 stehen. Im Jahr 2013 oder spätestens 2014 sollen Ziele feststehen. Ist das realistisch? </b><br />Ja, und das ist auch dringend notwendig. Denn die Zeit läuft uns davon. Die Energieversorgung umfasst ja ganz andere Zeitabläufe als andere Industrieprozesse oder wirtschaftliche Prozesse. Gerade wenn es um Infrastruktur, Investitionen und Energieerzeugung geht muss man immer in langen Zeiträumen rechnen.Insbesondere auch, um den Unternehmen Planungssicherheit zu geben, ist es zentral, so rasch wie möglich verbindliche Ziele vorzugeben.<br /><br /><b>Sie rechnen mit einem Investitionsschub, den verbindliche Ziele für 2030 auslösen könnten? </b><br />Durchaus, es wird Investitionen geben und somit Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze. Viele Unternehmen sind startklar und wollen investieren. Allerdings hat die Finanzkrise auch zu einer Neubewertung der Finanzrisiken geführt, die Risikoaufschläge sind höher. Die Politik muss dies auch im Blick haben, insbesondere bei der Berücksichtigung beispielsweise von Bürgschaften und der Ausgestaltung der Bankenrettung.<br /><br /><b>Laut Roadmap sollen die Strompreise bis 2030 steigen und erst danach billiger oder stabil werden. </b><br />Ob die Strompreise wirklich derart steigen werden, hängt davon ab, welches Szenario man anschaut. Natürlich wirken der Kraftwerksumbau und der Stromnetzausbau zunächst strompreissteigernd. <br />Aber je mehr die Potenziale der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz in ganz Europa genutzt werden, desto geringer fallen die Preissteigerungen aus. Wichtig ist somit der Ausbau der Stromnetze in ganz Europa, um die Kostenpotenziale zu erschließen. Im Szenario mit Energieeffizienzverbesserungen steigen die Strompreise kaum oder gar nicht. Ein weiteres Argument für mehr Energieeffizienz.<br /><br /><b>Umweltverbände und Grüne warfen Oettinger vor, in der Energy Roadmap die Kosten von konventionellen Energieträgern zu niedrig und für erneuerbare Energien zu hoch kalkuliert zu haben. </b><br />Die Kosten der erneuerbaren Energien sinken im Zeitablauf. Zudem können die geologischen Vorteile- beispielsweise Sonnenstrom in Südeuropa, Wind und Wasserstrom in Nordeuropa, durchaus zu weiteren Kostensenkungen in ganz Europa führen. Die Potenziale der erneuerbaren Energien werden leider oftmals unterschätzt, genauso wie Energieeffizienzverbesserungen.<br /><br /><b>In allen Szenarien spielt Atomkraft auch im Jahr 2050 noch eine Rolle - wie sehen Sie das? </b><br />Ich glaube, dass die Rolle der Atomkraft überschätzt wird. Sie hat gesellschaftliche Akzeptanzprobleme und hohe Kosten. Zwar mögen die einen oder anderen EU-Länder neue Atomkraftwerke bauen, das Energieproblem wird die Atomkraft nicht lösen. Die Atomkraft ist eine Technik der Vergangenheit, nicht der Zukunft. Gaskraftwerke sind als Brückentechnologie geeigneter.» <br /><br /><b>In der Roadmap wird die Atomkraft als wichtiger Faktor für eine klimafreundliche Energie bezeichnet. Kernkraftgegner bezweifeln das. Wie co2-arm ist Atomkraft tatsächlich? </b><br />Es gibt verschiedene Studien, in welcher Höhe Treibhausgase durch Atomkraft oder auch durch die Herstellung von Photovoltaikanlagen oder Windanlagen entstehen. Selbst bei pessimistischen Annahmen ist die Atomkraft - aber auch die erneuerbaren Energien - immer klimafreundlicher als Kohle. Entscheidend bei Atomkraft sind jedoch nicht die Treibhausgasbilanz, sondern der Umgang mit Atommüll, die hohen Kosten und das Fehlen der gesellschaftlichen Akzeptanz.» <br /><br /><b>Für das Jahr 2020 hat sich die EU die Ziele 20-20-20 gesetzt – 20 Prozent erneuerbare Energien, 20 Prozent verbesserte Energieeffizienz und 20 Prozent Treibhausgas-Reduktion. Erreichen wir diese Ziele? <br /></b>Bei dem Thema erneuerbare Energien sind wir zumindest auf dem richtigen Weg. Sicherlich ist der Stand beim Ausbau von Land zu Land unterschiedlich, aber es geht in die richtige Richtung. Deutschland ist sehr weit, andere hinken hinterher, aber man hat eine deutliche Bewegung gesehen in den letzten Jahren. Die Treibhausgas-Minderungsziele sind auch erfüllbar. Auch hier gibt es große Unterschiede in den Ländern, je nach Anteilvon Kohlestrom. Dennoch wird Europa als ganzes das Ziel erfüllen.<br /><br /><b>Und das dritte Ziel - 20 Prozent Einsparung durch verbesserte Energieeffizienz? </b><br />Da sehe ich einen großen Nachholbedarf. Insbesondere im Bereich der Energieeffizienz von Gebäuden, Mobilität, aber teilweise auch Industrie hätte man mehr erreichen können. Es wäre wichtig und an der Zeit, verbindliche Vorgaben zu definieren und umzusetzen.<br /><br /><b>Das Kernfusions-Projekt ITER wird in der Roadmap nur kurz erwähnt, ohne genaue Erwartungen an zukünftige Stromgewinnung daraus. <br /></b>Ich halte es für richtig, dass man keine überschäumende Erwartungen weckt in eine Technik, die man heute nicht kennt. Man benötigt mehr Forschung. Daher wissen wir nicht, ob und wann diese Technik wirklich zum Einsatz kommen kann.<br /><br /><b>Die Grünen-Fraktionschefin im EU-Parlament, Rebecca Harms, lehnt weiter Fördergelder für das «Milliardengrab» ITER ab. Das Geld sollte stattdessen in den Ausbau der Erneuerbaren gesteckt werden, sagt sie. </b><br />Ich denke, man sollte jede Forschungsförderung für&nbsp; möglichst viele Energietechniken betreiben, auch wenn man nicht unmittelbar Ergebnisse erzielt. Ich denke nicht, dass man heute schon <br />so weit ist zu entscheiden, dass die Forschung gescheitert ist. Bevor man nicht weiß, ob und wann die Technik funktioniert, sollte man weiter erforschen. Sollte die Kernfusion wirklich funktionieren, könnte sie das gesamte Energiesystem komplett verändern, ähnlich der heutigen Informationstechnik.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 10:54:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Brauchen wir Subventionen für konventionelle Kohlekraftwerke? </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//brauchen_wir_subventionen_fuer_konventionelle_kohlekraftwerke.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Bundeswirtschaftsminister Rössler wirbt in Briefen und aufwendigen  Anzeigen für den Neubau von Kraftwerken – dabei hat er in erster Linie  Kohlekraftwerke im Sinn. Diese sollen subventioniert werden. Ein  erstaunlicher Aufruf, da in den kommenden 5 Jahren  Kohlekraftwerkskapazitäten in einer Größenordnung von deutlich über 20  GW ans Netz gehen werden, der größte Teil sind Steinkohlekraftwerke.  Rein wirtschaftlich betrachtet brauchen Kohlekraftwerke keine  Subventionierung. Anders sieht es bei Gaskraftwerken aus – diese rechnen  sich in erster Linie bei Spitzenlast. Gaskraftwerke sind besonders gut  zur Kopplung mit erneuerbaren Energien geeignet, da sie leicht hoch- und  runterfahrbar sind. Zudem sind Kraft Wärme Kopplungsanlagen besonders  effizient. Daher werden sie auch mehr und mehr gebaut, insbesondere in  Regionen und Kommunen, insbesondere von Stadtwerken. Bis zu 10 GW Gas  Kraftwerkskapazitäten sind in den kommenden 10 Jahren geplant, ein  großer Teil geht in den kommenden 5 Jahren ans Netz. Besonders  erstaunlich ist der Aufruf auch deshalb, da insbesondere Kohlekraftwerke  ohne CO2 Einlagerung (CCS) aufgrund vergleichbarer Inflexibilität und  hohen Treibhausgasen nicht in die angestrebte Energiewende passen. CCS  ist in Deutschland gestorben, da es eine unzureichende Gesetzeslage gibt  und ohnehin die Alternativen- Effizienzverbesserung, erneuerbare  Energien, KWK- langfristig sowohl ökonomisch als auch ökologisch viel  nachhaltiger sind. Der Bundeswirtschaftsminister mag im Kopf haben, dass  durch den Wegfall der Atomkraftwerke und alter Kohlekraftwerke neue  Kraftwerkskapazitäten notwendig sind, insbesondere in Bayern, Baden  Württemberg und NRW. Bayern hat sich allerdings im Rahmen seines  Energieprogramms dazu verpflichtet, 40 % der Energie aus Gaskraftwerken  erzeugen zu wollen- eine wichtige und überzeugende Zielrichtung. Baden  Württemberg und NRW werden zumindest teilweise von den Grünen  mitregiert- es ist kaum wahrscheinlich, dass man dort auf  subventionierte Kohlekraftwerke setzen wird. Wenn der  Bundeswirtschaftsminister entgegen seiner sonstigen Gepflogenheiten also  Subventionen plant, sind dringende Aufgaben zu lösen: <br /><br /><b>1.</b> <b>Ausbau der Stromnetze</b>,  sogenannter Stromautobahnen innerhalb Deutschlands und in die EU- auch  um künftig die Potentiale der erneuerbaren Energien innerhalb Europas  besser nutzen zu können, sowie der Verteilnetze. Die Stromerzeugung aus  erneuerbaren Energien wird immer dezentraler, sodass man ebenso auf der  Verteilnetzseite intelligente Stromnetze benötigt, die Angebot und  Nachfrage besser als bisher in Einklang bringen wird müssen. Durch die  Finanzkrise erhöhen sich die Risikoaufschläge der Finanzinstitute.  Bürgschaften durch die Regierung würden zumindest Unsicherheiten  mindern. </p>
<p class="bodytext"><b>2.</b> <b>Stromspeicher:</b> Erneuerbare Energien weisen hohe  Volatilitäten auf- der Wind weht nicht immer, die Sonne scheint nicht  immer, und umgekehrt. In Zeiten eines hohen Angebots erneuerbarer  Energien reichen oftmals die Stromnetze nicht aus, um den überschüssigen  Strom ins Inland oder Auslandweiterzuleiten. Daher ist es unerlässlich,  dass mehr Speichermöglichkeiten geschaffen werden.  Pumpspeicherkraftwerke sind derzeit allerdings die einzig, wenn auch nur  teilweise, wirtschaftliche Form der Stromspeicherung. In der Zukunft  sind auch innovative Stromspeicher, wie Batterien, Methan, Wasserstoff  etc. möglich (die aufgrund der hohen Effizienzverluste derzeit  schlichtweg unwirtschaftlich sind). Da die Optionen für  Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland begrenzt sind, sind wir ebenso auf  andere EU Länder (Alpenregion, Skandinavien) angewiesen. Um zumindest  die Speicheroptionen erschließen zu können, wäre eine finanzielle  Unterstützung notwendig. </p>
<p class="bodytext"><b>3.</b> <b>Gebäudesanierung:</b> die Bundesregierung hat völlig zu  Recht entschieden, dass die Energieeinsparpotentiale im Gebäudebereich  genutzt werden müssen, so können zudem die Bürger entlastet werden. Dazu  bedarf es jedoch ausreichender finanzieller Mittel. Die Gelder sollten  aufgestockt werden, allerdings werden auch die anvisierten 1,5 Mrd. Euro  kaum ausreichen, die Sanierungsquote erreichen zu können. Zudem  blockieren die Länder derzeit die Umsetzung. </p>
<p class="bodytext"><b>4.</b> <b>Marktdesign:</b> Um ausreichend Anreize für den Bau und  Einsatz von Gaskraftwerken zu geben, sollte das Marktdesign so angepasst  werden, dass sowohl der Ausbau der Kraftwerkskapazitäten erfolgt als  auch eine Netzoptimierung und Nachfragemanagement ermöglicht wird. Eine  kluge Regulierung kann helfen, zum einen die Kapazitäten zu fördern, die  für das nachhaltige Energiesystem notwendig sind, zum anderen eine  erfolgreiche Anpassung der Nachfrage auf Volatilitäten ermöglicht wird.  Die Liste der Aufgaben für das Bundeswirtschaftsministerium ist somit  lang: Der Ausbau der Stromnetze und Speicher kommt zu langsam voran. Das  Marktdesign muss angepasst werden. Die Potentiale der besseren  Anpassung der Stromnachfrage (insbesondere der Großverbraucher) müssen  optimiert werden, zudem werden die Menschen zu wenig mitgenommen. Die  Finanzkrise kann insbesondere die finanzielle Unterstützung des Ausbaus  der Stromnetze behindern. Hier müsste ggf z.B. die KfW eingreifen und  die Finanzierungssicherung liefern. Statt über Subventionen für nicht  nachhaltige Energietechnologien nachzudenken, wäre es angebracht, den  Masterplan für die Energiewende zu erarbeiten und die richtigen  Stellschrauben zu setzen.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 09:56:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Plötzlich sorgen sich alle um das Wohl und Weh der großen vier Energiekonzerne</title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//ploetzlich_sorgen_sich_alle_um_das_wohl_und_weh_der_grossen_vier_energiekonzerne.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">... denn in der Tat werden die Konzerne auf einen Teil ihrer üppigen Zusatzgewinne verzichten müssen. Zusatzgewinne durch Atomstrom? da war doch etwas....ja richtig, als über die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke im Jahre 2010 entschieden wurde und ein Teil der zusätzlichen Gewinne für einen Energie- und Klimafond einbehalten werden sollte, behaupteten die Konzerne lautstark und vehement, es gäbe so gut wie gar keine Zusatzgewinne... nun denn. Derzeit werden die Gewinnwarnungen herausgegeben, da zum einen Atomkraftwerke abgeschaltet werden bzw. wurden und zum anderen aber auch andere Gründe eine Rolle spielen allen voran: die hohen- überhöhten Gaspreise durch ausländische, in erster Linie russische, Lieferunternehmen. </p>
<p class="bodytext"><b>Hier Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. </b><br /><br /><b>1. Eon bricht ein, RWE auch, Anfang des Jahres Enbw – sind die Gründe dafür allein im Atomausstieg zu suchen? </b><br />Zum größten Teil, ja. Bei allen drei Konzernen ist der Anteil der Atomenergie hoch, wobei der Anteil von Atomstrom bei der EnBW mit Abstand am höchsten ist (51%, Eon 24 %, RWE 18%). Bei Eon und auch RWE spielen die hohen Gaspreise eine große Rolle: auf dem internationalen Markt sind die Gaspreise eingebrochen, russische Lieferunternehmen verlangen hohe- zu hohe- Gaspreise aufgrund der Ölpreisbindung- diese hohen Preise können oftmals nicht an die Kunden weiter gegeben werden, die Gewinne schrumpfen. <br />&nbsp; <br /><b>2. Eon hat ein hartes Sparprogramm aufgestellt, RWE nicht – was sind die Gründe dafür? </b><br />E.on leidet aufgrund der überhöhten Gaspreise massiv. Die Stromerzeugungsstruktur bei Eon zeigt im Vergleich zu den anderen Konzernen schon einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien und Gas. Im Grunde ist der Konzern für die Energiewende sehr gut aufgestellt. Die Ausrichtung insbesondere der Zuwachs von erneuerbaren Energien und Gaskraftwerken ist aber auch ebenso beschäftigungsintensiv und hängt bei Gas insbesondere von fairen Gasmarktpreisen ab. RWEs Anteil am Atomstrom ist geringer, zudem ist RWE weniger stark als Eon im Gasgeschäft tätig; der Anteil von Kohlestrom hingegen enorm hoch (knapp 80 %). Wenn der CO2 Preis zunehmen wird, wird auch dieser Konzern Kostendruck spüren. <br />&nbsp; <br /><b>3. Vattenfall als vierten großen Player – dessen Bilanz für das dritte Quartal war zwar etwas schlechter als die vom Vorjahr, aber nicht mit so immensen Einbußen. Woran liegts? </b><br />Der Vattenfall Konzern in Deutschland hat einen deutlich geringeren Anteil von Atomstrom (knapp 4%), dafür einen sehr hohen Anteil von Kohlestrom (91 %). Genau wie bei RWE wird der Kostendruck zunehmen, wenn der CO2 Preis steigen wird. Durch den Mutterkonzern in Schweden ist der Anteil von erneuerbaren Energien vergleichsweise hoch. <br /><br /><b>4. Thema Energiewende: Wie sind die großen Stromkonzerne für die Zukunft aufgestellt? Vor allem hinsichtlich dem Ziel der Bundesregierung, 35 Prozent Öko-Strom-Anteil für Deutschland zu erreichen? </b><br />Sowohl EnBW als auch Eon haben bereits vor einiger Zeit begonnen, in Deutschland die&nbsp; nachhaltige Energiewende einzuleiten. EnBW hat bereits einen –vergleichsweise- relativ hohen Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien (10 %), Eon setzt verstärkt auf Gas und erneuerbare Energien- die richtige Strategie. EnBW hat sicherlich einen sehr großen Willen, hier hängt es von der Landesregierung ab, die Strategien umzusetzen. RWE und Vattenfall haben einen enorm hohen Anteil von Kohlestrom in ihrem Portfolio, der Anteil erneuerbarer Energien ist insbesondere bei RWE mit 4 % verschwindend gering. <br />&nbsp; <br /><b>5. Wie viel wurde verpasst hinsichtlich der Entwicklung zu mehr Ökostrom, wie viele Jahre hängen die großen Konzerne zurück? </b><br />Insbesondere RWE aber auch Vattenfall werden aufgrund der starken Ausrichtung auf Kohlestrom in Deutschland einen langen Weg zu gehen haben. Davon profitieren jedoch Wettbewerber wie mittelständische Energieanbieter, Stadtwerke, ausländische Energieanbieter oder auch Infrastrukturunternehmen, die gezielt auf die nachhaltige Energiewende setzen. In den Markt kommt mehr Wettbewerb, davon können wiederum Verbraucher profitieren. <br /><br /></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 15:12:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Wirtschaft ist tief gespalten: einige setzen sich für Klimaschutz ein, andere wiederum sträuben sich vehement dagegen.</title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//die_wirtschaft_ist_tief_gespalten_einige_setzen_sich_fuer_klimaschutz_ein_andere_wiederum_straeube.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Der BDI knüpft ambitioniertere Klimaziele für die EU immer noch daran, dass internationale Vereinbarungen geschlossen werden, in denen sich auch andere Industrie- sowie die Schwellenländer verpflichten. Warum tut sich die deutsche Industrie so schwer mit einer Vorreiterrolle? </b><br />Viele Industrien fürchten Wettbewerbsnachteile- dabei gibt es zahlreiche Unternehmen auch innerhalb des BDI enorm von der Energiewende und vom Klimaschutz profitieren. Viele deutsche Anbieter im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung und Mobilität sind weltweit führend. Es gibt immer mehr Unternehmen, die die Vorreiterrolle annehmen und sich aktiv in die Zukunftsmärkte hinein bewegen. Denn die Investitionen in Zukunftsmärkte sind lohnender denn je: ob nachhaltige Mobilität, erneuerbare Energien, klimaschonende Antriebstechniken, Ressourcen und Materialeffizienz, Klimaschutztechniken, Energie- oder Finanzdienstleistungen,&nbsp; Abfallverwertung oder intelligente Infrastruktur: in keinen Markt werden in den kommenden Jahrzehnten mehr Investitionen fließen als in die zukunftsweisenden Energie- und Mobilitätsmärkte. Die deutsche Wirtschaft kann dabei wie keine andere von dem Boom in erneuerbaren Energien, bei neuen Kraftwerken, Energieeffizienz, bei nachhaltigen Gebäude und Mobilität profitieren. Denn hierzulande ist das notwendige Knowhow im Anlagen-, Infrastruktur- und auch Kraftwerksbau&nbsp; zur Genüge vorhanden. Hunderttausende neue Arbeitsplätze können so neu geschaffen werden.<br /><br /><br /><b>Was ist dran am Argument der Wettbewerbsnachteile (Studien zeigen ja, dass der Klimaschutz für weite Teile der Industrie keine erheblichen Negativ-Wirkungen hat)? </b><br />Nicht nur keine Negativ- Wirkung, sondern bedeutend positive: neue Absatzmärkte werden geschaffen, deutsche Unternehmen sind weltweit führend. Ein Ranking von 500 global agierenden Konzernen (Carbon Disclosure Project) offenbart regelmäßig, dass all jene Konzerne für Kapitalanleger besonders attraktiv sind, die sich der Herausforderung nachhaltiger Energieversorgung und Mobilität erfolgreich stellen. Die ersten vier Plätze belegen allesamt deutsche Konzerne. Entgegen öffentlicher Behauptungen finden sich unter den ersten vier ebenso zwei Chemiegiganten, welche wichtige Produkte als Ersatz zum Öl oder aber eine lange Liste von energiesparenden Produkten und Techniken produzieren. Einen besseren Beleg für die Wirtschaftlichkeit eines erfolgreichen Klimaschutzes kann es kaum geben. <br /><br /><br /><b>Gruppierungen wie die 2-Grad-Initiative wollen voran gehen und fordern u.a. das 30 %-Reduktionsziel für die EU und die Ausweitung des Emissionshandels. Sehen wir hier innerhalb der Industrie einen Kampf neu gegen alt?&nbsp; &nbsp;</b><br />Es scheint immer wieder einen Reflex mancher Industrievertreter zu geben, der sich prinzipiell gegen Klimaschutz wendet. Sicherlich ist es wichtig, dass man besonders benachteiligte Unternehmen, die energieintensiv sind und im internationalen Wettbewerb stehen, nicht unnötig stark belastet. Dem wird allerdings schon lange Sorge getragen: es gibt Ausnahmen vom Kauf der CO2 Rechte, der Zahlung der EEG Umlage oder Ökosteuer. <br /><br /><br /><b>Was sagen Sie den Unternehmensvertretern, die sich gegen Klimaschutzauflagen wehren? </b><br />Die Märkte gehören denen, die sie sehen. </p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 13:09:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Energiewende? Da war doch etwas... </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//energiewende_da_war_doch_etwas.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Kann sich Deutschland nun in Zeiten turbulenter Finanz- und Schuldenkrisen überhaupt leisten, eine Energiewende umzusetzen? Drohen Blackouts und Strompreisexplosionen? Werden Unternehmen abwandern? Ist gar die Energiewende in Gefahr? Die Finanzkrise überschattet derzeit in der Tat die notwendigen Veränderungen der Energiewende. Die schreitet dennoch munter voran, allen voran der Ausbau erneuerbarer Energien, aber auch neue Kraftwerkskapazitäten als Ersatz für Atomkraft werden ausgebaut. Der Ausbau erneuerbarer Energien geht auch deshalb weiter voran, da die Förderung über das erneuerbare Energien Gesetz weiterläuft, auch wenn es hier und da Adjustierungen gibt. Die Fördersätze für Photovoltaik werden zwar gekürzt, um Belastungen gering zu halten. Dafür werden erhöhte finanzielle Anreize zum Ausbau der Windenergie und Biomasse geschaffen, die tragenden Säulen der geplanten Energiewende. Die Sorge vor explodierenden Strompreisen ist übertrieben, denn es gibt genauso viele preissteigernde wie –senkende Faktoren. Auch die finanziellen Belastungen vor allem energieintensiver Industrien werden im Zaum gehalten, denn es werden weiterhin die Ausnahmen – sei es für den Kauf der Emissionszertifikate, der Zahlung der EEG Umlage oder&nbsp; aber Ökosteuer- bestehen bleiben. Allerdings kann in der Tat die Finanzkrise eine wichtige Achillesferse der Energiewende treffen: den dringend benötigten Ausbau der Infrastruktur, und zwar sowohl der sogenannten Stromautobahnen, die mit Windstrom produzierten Strommengen von Norden nach Süden transportieren, oder aber die Stromtrassen ins Europäische Ausland als auch die Verteilnetze zur optimalen und intelligenten Kopplung von Stromangebot und –nachfrage. Wenn man bedenkt, dass der Bau der notwendigen Infrastruktur von der Genehmigung bis zur Inbetriebnahme bis zu 10 Jahre dauern kann, wird schnell deutlich, wie rasch die Investitionen getätigt werden müssen. Die Finanzkrise kann somit die notwendigen Investitionen verzögern. Umso wichtiger ist es, dass auf drei Ebenen die Energiewende so rasch wie möglich angegangen wird: 1. EU: der Ausbau und Optimierung der Europäischen Stromnetze hat Priorität, ein beschleunigter Ausbau ist dringend vonnöten. 2. Schaffung geeigneter Regulierung und Rahmenbedingungen. Um die Investitionen zu beschleunigen, sollten die Rahmenbedingungen insbesondere bei der Vergütung der Infrastruktur sowie Stromspeicher sowie Reservekapazitäten so angepasst werden, dass Versorgungssicherheit und dynamischer Ausbau rasch zu schaffen ist. Geeignete finanzielle Anreize für Stromnetze sowie Speicher aber auch notwenige Stromkapazitäten zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage gehören genauso dazu wie die rasche Umsetzung aller Energiesparaktivitäten. Daher müssen nicht nur möglichst rasch die finanziellen Mittel zur Unterstützung der energetischen Gebäudesanierung aufgestockt werden, sondern jegliche Sparpotentiale vor allem auch im Bereich der Mobilität ausgeschöpft werden. 3. Change Management Prozess. Unternehmenslenker, die ein Unternehmen grundsätzlich neu ausrichten wollen, kennen diesen unerlässlichen Prozess. Er umfasst eine komplette Neusortierung und Umorientierung aller Kernbereiche. Auf die Energiewende bezogen heißt dies eine umfassende, entschlossene und zielgerichtete Umsetzung aller relevanten Bereiche. Die Zielsetzung ist zwar klar formuliert, jetzt muss die rasche Umsetzung folgen. Die Energiewende ist unglaublich komplex und hat zur Folge, dass in vielen Einzelbereichen lose Enden zusammengehalten, zusammengeführt und geschlossen werden müssen. Dafür bedarf es einen umfassenden Überblick sowie schnelle und beherzte Anpassungen und Änderungen. Fehler sind nicht erlaubt. Dafür ist das System zu fragil. Auch Trägheit kann sich schnell rächen. Somit bleibt zu hoffen, dass die derzeitige Finanzkrise nicht zu Fahrigkeit und Nachlässigkeit in Punkto Change Management Prozess der Energiewende führen wird. Denn die Finanzkrise zeigt eines: es schnelles Re(a)gieren ist durchaus möglich.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 11:44:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Preisabsprachen durch russische Lieferunternehmen- kann das sein? </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//preisabsprachen_durch_russische_lieferunternehmen_kann_das_sein.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die EU Kommission hat Durchsuchungen bei großen Gasversorgern durchgeführt, um zu klären, ob es zwischen dem russischen Energielieferanten Gazprom und anderen EU Gasanbietern Preisabsprachen und wettbewerbswidriges Verhalten gegeben hat. Russland wittert sofort gezielte Aktionen gegen Russland und bezeichnet die Durchsuchungen als schwerwiegendste Intervention. Man sollte die politische Ebene jedoch heraushalten und nicht sofort jede Menge politische Interessen hinein interpretieren. Es geht aus Europäischer Sicht „nur“ um Wettbewerb. Die Sicherstellung von Wettbewerb durch das Vermeiden von Preisabsprachen und Wettbewerbswidrigem Verhalten. Alle Konzerne, die auf dem Europäischen Markt aktiv sind, müssen sich den Regeln des fairen Wettbewerbs stellen, dürfen keine Preisabsprachen vornehmen oder sich sonst in irgendeiner Weise wettbewerbswidrig verhalten. Ob es überhaupt zu Preisabsprachen gekommen ist, wird man ja ohnehin erst nach Sichtung der Unterlagen feststellen können. Es wird kein neues Kapitel zwischen der EU und Russland in Punkto Energie geöffnet, sondern die EU muss alle Unternehmen gleich behandeln. Auch E.on war in der Vergangenheit bereits ins Visier der EU Wettbewerbshüter gekommen. E.on hatte eine marktbeherrschende Stellung auf dem deutschen Strommarkt inne. Es musste Kraftwerkskapazitäten und sein Netz verkaufen. Insofern muss auch dieses Vorgehen als ein Verfahren zur Sicherstellung des freien Wettbewerbs in Europa gewertet werden. Ohnehin wäre es wünschenswert, Gazprom würde seinen Gasabnehmern nicht in langfristigen Verträgen fest bestimmte Preise diktieren, sondern sich an Marktpreisen orientieren.&nbsp; Derartige Verträge&nbsp; verstoßen jedoch nicht automatisch gegen Wettbewerbsrecht. Unfaire Mittel zur Behinderung des Wettbewerbs könnte meinen, dass es gezielte Preisabsprachen der Gaskonzerne gibt, die genau diesen freien Marktmechanismus aushebeln. Unternehmen, die sich frei am Markt bewegen wollen und sich an den Gaspreisen auf dem internationalen Markt und nicht an den russischen&nbsp; Marktpreisen orientieren, sollten dies tun dürfen- ohne von Marktgiganten drangsaliert zu werden. Wünschenswert wäre es, dass der Gasmarkt endlich durch freien Wettbewerb bestimmt wird, mit freier Preisgestaltung, Preise die sich an den Marktpreisen orientieren und kein Konzern den Markt dominiert und Unternehmen gezielt am Markteintritt behindert. Vielleicht kann nun dieser Weg eingeschlagen werden.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 15:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>100 % erneuerbare Energien- Tagung in Kassel</title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//100_erneuerbare_energien_tagung_in_kassel.html</link>
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			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Aufbruchstimmung war deutlich zu spüren: in Kassel haben sich regionale Energieanbieter erneuerbarer Energien aus ganz Deutschland der getroffen, um über die Energiewende zu diskutieren aber auch erste Erfolge darzustellen. Die Aussteller haben eindrucksvoll gezeigt, wo die Energiewende stattfindet: in den Regionen. Immer mehr Kommunen und Regionen bekennen sich zu 100 % erneuerbare Energien und haben sich zum Ziel gesetzt, die Verbesserung der Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien zur Energiewende beizutragen. Beeindruckend.<br /><br />Eine Zusammenfassung zeigt die Hessenschau hier<br /><a href="http://www.hr-online.de/website/static/flashplayer/mediaplayer-5.2-mod-2.swf?file=http%3A%2F%2Fwww.hr.gl-systemhaus.de%2Fflash%2Ffs%2Fhessenschau%2F20110927_1930_energiewende_kassel.flv&amp;width=384&amp;height=306" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_blank" class="external-link-new-window" >Link</a><br /></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 12:37:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Dunkle Zeiten für Energieanbieter? </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//dunkle_zeiten_fuer_energieanbieter.html</link>
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			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Keine Frage, für die Energiewende sind hohe Investitionen notwendig. Diese werden aber nicht ausschließlich von den großen deutschen Energieanbietern getätigt werden, sondern von Stadtwerken, mittelständischen Energieanbietern, Infrastrukturunternehmen und vor allem auch neue, ausländische Energieanbieter. Das stärkt den Wettbewerb. Deutsche Konzerne wussten schon lange, dass die Zeit der Kernenergie in Deutschland gezählt ist. Schon viel früher hätten sie in nachhaltige Energieformen investieren können. <br /><br /><b>In was muss man investieren, um die Energiewende zu stemmen? </b><br />In der Tat sind hohe Investitionen notwendig. Wird der Anteil erneuerbarer Energien verdoppelt, müssen bis zu 122 Mrd. Euro in den kommenden 10 Jahren in diesen Sektor investiert werden, so die Schätzung des Bundesumweltministeriums. Für den Netzausbau veranschlagt die Bundesnetzagentur eine Größenordnung von bis zu 25 Milliarden Euro in den kommenden 15 Jahren. Für die energetische Gebäudesanierung werden pro Jahr bis zu 3,5 Milliarden Euro Fördermittel benötigt. Das sind zwei Milliarden Euro mehr als derzeit im Förderprogramm der KfW-Bank vorgesehen. Die benötigten Fördermittel könnten, ebenso wie die zusätzlichen Ausgaben für die Energieforschung, aus dem Verkauf der CO2 Emissionsrechte erwirtschaftet werden. Für zusätzliche Gaskraftwerkskapazitäten von bis zu zehn Gigawatt müssen bis zu 15 Milliarden Euro investiert werden, und zwar von privaten Investoren wie Stadtwerken, sowie Infrastruktur- und Energieunternehmen. In der Summe kommt man so auf Investitionen von knapp 200 Milliarden Euro in den kommenden 10 Jahren. <br /><br /><b>Sind unsere vier großen Energiekonzerne dazu überhaupt in der Lage oder bringen die schlechten Ergebnisse der Konzerne jetzt die ganze Energiewende in Gefahr? </b><br />Die großen Konzerne werden auch investieren, sie haben noch immer eine hohe Kapitaldecke und können vor allem in Großprojekte investieren, wie Offshore Windparks. Finanzinstitute verlangen hohe Eigenkapitalanteile und hohe Risikoabschläge, es gibt Stadtwerke und mittelständische Unternehmen, die sich zusammenschließen um in Großprojekte investieren. In erster Linie werden Stadtwerke und mittelgroße Energieanbieter jedoch in dezentrale Energieerzeugung investieren. Zudem gibt es auch kapitalstarke und große Energieanbieter aus dem Ausland, die gern auf dem deutschen Markt aktiv sein wollen. Das Interesse von Gazprom ist erst der Anfang. Das stärkt den Wettbewerb und verschärft den Druck auf die Konzerne. Für die Verbraucher ist ein verschärfter Wettbewerb jedoch gut. Große Infrastrukturunternehmen werden Milliarden in den Ausbau der Netze investieren. Die Energiewende ist auf jeden Fall nicht in Gefahr. Die Dominanz der großen Energiekonzerne wird aufgelöst, davon kann der Verbraucher profitieren.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 10:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ist der RWE Gasprom Deal wirklich so schlecht für Deutschland? </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//ist_der_rwe_gasprom_deal_wirklich_so_schlecht_fuer_deutschland.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hier Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen:<br /><br /><b>Was würde eine solche Kooperation für den deutschen/europäischen Energiemarkt bedeuten? </b><br />Der Einfluss aus Russland würde doch eher noch&nbsp; steigen, während sich gerade RWE mit Projekten wie Nabucco bislang&nbsp; bemühte, ein Stück Unabhängigkeit von Gazprom zu erzielen. <br />RWE hat auch schon in der Vergangenheit stets versucht mit Gasprom zu kooperieren, aber Gasproms Verbindung zu Eon war stets intensiver. Gasprom versucht seit langem, auch auf dem deutschen und Europäischen Strommarkt selbst aktiv zu werden, auch Kraftwerke selbst zu bauen und zu betreiben. Bisher gab es dazu wenig Möglichkeiten, durch die Energiewende hat sich dies geändert. Insbesondere da Deutschland den Anteil erneuerbarer Energien erhöhen will, ist der Bau der Gaskraftwerke sehr sinnvoll. Gaskraftwerke sind flexibel einsetzbar und gut kombinierbar mit erneuerbaren Energien. Allerdings hat Gasprom in der Vergangenheit zu hohe Gaspreise verlangt, da sie noch immer rigoros an der Ölpreisbindung festhalten. Gas gibt es derzeit im Überfluss auf dem internationalen Markt, dies hat sich in den vergangenen Jahren massiv geändert. Insbesondere durch das stark angestiegene Gasangebot in den USA hat sich der Markt grundsätzlich stark verändert, die Gaspreise sind deutlich gesunken. Daher sind die Gaspreise Russlands heute überteuert. Es ist mittlerweile billiger für Gasbezieher auf dem internationalen Spotmarktpreis Gas zu beziehen. Aus dieser Entwicklung resultiert der Streit zwischen Gasprom und Eon. Eon leidet stark unter den hohen Preisen, da es diese kaum an die Kunden weiterleiten kann. <br />Grundsätzlich ist jeder Energieanbieter auf dem deutschen Markt willkommen, auch Gasprom. Auch dieser Konzern kann als neuer Wettbewerber auftreten. Grundsätzlich würde dies den Wettbewerb stärken, und der Gaspreis käme unter Druck. Wenn Gasprom jedoch an den hohen Gaspreisen festhält, würde sich der Bau neuer Gaskraftwerke nur bei sehr hohen Strompreisen lohnen, dies wäre schlecht für die Stromverbraucher. Der Gasbezug wird auch weiterhin –gerade wenn Russland an den hohen Gaspreisen festhält- diversifiziert, allerdings wird der Anteil von Flüssiggas steigen. Auch Projekte wie Nabucco haben weiterhin ihre Berechtigung, da es wichtig ist, aus vielen Ländern Gas zu beziehen. Die Nachfrage nach Gas wird in Europa steigen. Die Frage ist, ob RWE weiterhin an dem Nabucco Projekt festhalten wird, wenn es mit Gasprom Verträge schließt. Sollte RWE aussteigen, wäre das Nabucco Projekt in Gefahr. <br /><br /><b><br />Was bedeutet eine mögliche Zusammenarbeit von RWE mit Gazprom für Eon? </b><br />Die Kooperation zwischen Eon und Gazprom ist ja weiterhin da. Völlig zu Recht verlangt Eon flexible Gaspreise und die Abkehr von der Ölpreisbindung. Nur wenn dies gelingt, wird der Bau von Gaskraftwerken für die Konzerne lohnenswert. Eon könnte die politische Unterstützung von Frau Merkel gut gebrauchen.<br /><br /><br /><b>Ändert sich sonst noch was für irgendwen? Ist der Verbraucher der Verlierer? </b><br />Grundsätzlich nein, denn der Wettbewerb wird erst einmal gestärkt. Allerdings muss der Druck auf die russischen Gaspreise zunehmen. Da kaum erwartet werden kann, dass der Ölpreis dauerhaft sinken wird, sollte sich der Gaspreis am internationalen Wettbewerb orientieren und dies auch die Grundlage für die Gaspreise in Deutschland sein. Wenn dies gelingt, können die Verbraucher sogar profitieren.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 13:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wird das Anzapfen der Ölreserven wirklich zu einem dauerhaft niedrigen Ölpreis führen? </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//wird_das_anzapfen_der_oelreserven_wirklich_zu_einem_dauerhaft_niedrigen_oelpreis_fuehren.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Antwort auf diese Fragen wissen wir erst in einigen Monaten. Kurzfristig ist jedoch der gewünschte Effekt eingetreten, die Ölpreise haben deutlich nachgegeben. Diese Wirkung war seitens der IEA, insbesondere seitens der USA gewünscht. Die OECD Länder haben auf eine deutliche Ausweitung der Ölförderung gedrungen, diese war jedoch seitens einiger OPEC Länder auf den letzten Treffen abgelehnt worden. Einige OPEC Anbieter regieren entsprechend verschnupft auf die Ausweitung der Ölmenge. Die Frage ist jedoch, ob die OPEC mit einer Förderquotenerhöhung einen gewünschten nachhaltigen Ölpreisrückgang überhaupt hätten erwirken können. Dazu muss man sehen, dass es ausreichend Öl auf dem internationalen Markt gibt. Die Förderausfälle in Libyen wurden durch Saudi Arabien ersetzt. Die Ölnachfrage ist im letzten Jahr aufgrund der wirtschaftlichen Erholung deutlich gestiegen, was die Ölpreise auch hat deutlich steigen lassen. Seit den Unruhen in Nordafrika und vor allem in Libyen steigt der Ölpreis jedoch weiterhin an. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass der Markt schlecht funktioniert, denn gemäß Angebot und Nachfrage hätte der Preis nicht derart in die Höhe gehen müssen. Die Sorge vor möglichen weiteren Lieferausfällen und möglichen Angebotsengpässen treibt daher in erster Linie die Preise. Der Wunsch der OECD Länder nach deutlichen niedrigen Ölpreisen ist aus wirtschaftlicher Sicht sehr verständlich. Die Konfrontation mit der OPEC überrascht dennoch. Auch und gerade deshalb, da das Anzapfen der strategischen Ölreserven nur für absolute Notfälle vorgesehen ist. Ein derartiger Notfall liegt jedoch nicht vor. Daher ist diese Entscheidung aus vielerlei Gründen gefährlich: der Markt könnte die Situation so einschätzen, dass es tatsächlich Ölknappheiten geben könnte und die OPEC vielleicht gar nicht in der Lage sein könnte, die Fördermengen auszuweiten. Da der Ölpreis derzeit in erster Linie durch derartige Faktoren geprägt ist, besteht die Gefahr, dass der Schuss nach hinten losgeht und die Ölpreise nach kurzer Talfahrt wieder ansteigen. Zudem handelt es sich bei der Menge der freigesetzten Ölreserven um keine riesigen Größenordnungen, 60 Millionen Barrel Öl entspricht noch nicht einmal der globalen weltweiten Ölverbrauchs von 87 Millionen Barrel. Die OECD Länder verbrauchen pro Tag ca. 46 Millionen Barrel. Auch diese Einschätzung könnte die Preise wiederum rasch nach oben bringen. Durch die Konfrontation mit der OPEC könnte sich die Situation sogar noch verschlechtern, mögliche weitere Förderquotenerhöhungen seitens der OPEC dauerhaft eher unterbleiben. Auch das könnte den Ölpreis weiter künstlich in die Höhe treiben statt ihn wie gehofft senken zu lasen. Was lernen wir daraus? In erster Linie ist es erschreckend, wie wenig sich in den letzten Jahren geändert hat und wie sehr noch immer die westlichen Industrienationen auf die Ausweitung der Ölmenge setzen. Die Daten selbst nahezu aller Ölkonzerne zeigen deutlich, dass der Angebotsausweitung Grenzen gesetzt sind. Zudem „vertrauen“ die Industrieländer auf eine Preisbildung eines funktionierenden Marktes. Das ist ein absoluter Irrglaube. Die Situation wird sich in den kommenden Jahren mit steigender Nachfrage und begrenzt ausweiterbarem Ölangebot eher verschlechtern als verbessern. Was kann man also tun? Zum einen ist eine maximale Transparenz zudem sind Steuersysteme wichtig, welche die Spekulationsseite des Ölmarktes kontrollieren. Je weniger Anreize Anleger und Hedgefonds haben, von den Entwicklungen in diesem Markt zu profitieren, desto eher reflektieren die Ölpreise die wahre Situation auf dem Ölmarkt. Zum anderen muss die Strategie der Industriestaaten ohnehin heißen, so rasch wie möglich wegzukommen vom Öl. Neben der Verbesserung der Energieeffizienz sollten vor allem die Fahrzeuge so rasch wie möglich mehr und mehr alternative Kraftstoffe einsetzen. Dies kann geschehen, indem neue Antriebsstoffe und –techniken entwickelt und am Markt unterstützt werden, sowie wirklich nachhaltige Mobilitätskonzepte effektiv umgesetzt werden.&nbsp; Öl wird dauerhaft ohnehin nicht mehr billig werden. Die Ölangebotsausweitung hat Grenzen. Die Ölnachfrageseite kann hingegen reagieren. Und genau hier gilt es anzusetzen.</p>
<p class="bodytext"><b>Artikel Abendblatt</b><br /><a href="fileadmin/user_upload/pdf/Abendblatt_29.06.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_blank" class="download" >Download</a></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 16:05:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Öko-Moratorium? Nach Atom Ausstieg nun Kohleausstieg und Einstieg in erneuerbare Energien, nicht umgekehrt! </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//oeko_moratorium_nach_atom_ausstieg_nun_kohleausstieg_und_einstieg_in_erneuerbare_energien_nicht_um.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„Forscher fordern ein Öko-Moratorium – Experten empfehlen eine mehrjährige Pause beim Ausbau der erneuerbaren Energien“ so war am vergangenen Wochenende in der Zeitung zu lesen. Gemeint ist hier, dass zum einen der Ausbau erneuerbarer Energien deutlich zugenommen hat und insbesondere die Nachfrage nach Photovoltaik zu einem deutlichen Anstieg der EEG Umlage – der Beitrag, der über den Strompreis zur Finanzierung der erneuerbaren Energien geleistet wird- geführt hat. Zudem steigen die Förderkosten in den kommenden Jahren deutlich an, da die Vergütungssätze über einen Zeitraum von 20 Jahren gewährt werden. Zum anderen besteht die Sorge, dass der Ausbau der Netze und Stromspeicher nicht Schritt halten kann und somit Netzinstabilitäten bis zu Blackouts auftreten können. Eine komplette Pause beim Ausbau der erneuerbaren Energien wäre jedoch kontraproduktiv und würd die falschen Anreize zum Umbau des Energiesystems setzen. Einerseits ist es richtig, dass die Nachfragesteigerungen beim Ausbau der Photovoltaik riesig war, ausgelöst durch Wirtschaftskrise und durch das massive Absinken der Kosten und Preise. Der Entwicklung hat man jedoch entgegengewirkt, indem die Vergütungssätze entsprechend abgesenkt wurden. Eine weitere Kürzung der PV Vergütungssätze hat man erst einmal ausgesetzt, da die Nachfragesteigerung in diesem Jahr gering war. Der Zielkorridor, der erreicht werden soll, liegt bei einem Zubau von maximal 3500 MW. Es ist richtig, dass ein massives Überschreiten des Zielkorridors zu weiteren Umlagesteigerungen führen kann. Genau aus diesem Grund wird man die Vergütungssätze auch weiterhin absenken, wenn die Nachfrage exorbitant steigen sollte. Das zweite Thema, was in der Forderung nach dem Aussetzen des Zubaus erneuerbarer Energien angesprochen wurde, ist das der Netzausbau nicht schnell genug vorankommt. Auch dies ist ein dringendes Problem, welches durch die Infrastrukturbeschleunigung schnell behoben werden muss. Ob die gewährten finanziellen Anreize ausreichen, um wirklich in ausreichendem Maße in den Ausbau der Netze und Stromspeicher zu investieren, muss dahingestellt bleiben. Wichtig zu sehen ist nur, dass daran kein Weg vorbei geht. Die eingeleitete und beabsichtige Energiewende darf ja nicht beim Ausschalten der Atomkraftwerke stehenbleiben. Wenn der Anteil der erneuerbaren Energien nicht erhöht wird, werden auch die restlichen fossilen Kraftwerke, die in den kommenden Jahren aus Altersgründen vom Netz gehen, ausschließlich durch fossile, in erster Linie Kohlekraftwerke ersetzt werden. Dem kann nur durch den Zubau von erneuerbaren Energien entgegengewirkt werden. Nur wenn die erneuerbaren Energien weiter wachsen, besteht außerdem ein ökonomisches Interesse, flexible aber teurere Gaskraftwerke einzusetzen. Sicherlich wird man auch politische Unterstützung benötigen, um die geeigneteren da variable einsetzbaren Gaskraftwerke ökonomisch attraktiv zu gestalten. Eine einseitige Forderung nach dem Aussetzen des Ausbaus erneuerbarer Energien wird jedoch kaum die notwendigen Schritte hin zu einer nachhaltigen Energiewende wird einleiten können. Nach dem Atomausstieg muss nun der Kohleausstieg kommen, und der erneuerbare Energien–Einstieg. Mit allen Konsequenzen.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 16:25:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>ZDF Umwelt vom 29.05.2011</title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//zdf_umwelt_vom_29052011.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Es war eine sehr interessante ZDF Umweltsendung, insbesondere da die wirtschaftlichen Chancen der Energiewende beleuchtet wurden. <br />Unbedingt <b><a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1345580/ZDF.Umwelt-vom-29.05.2011#/beitrag/video/1345580/ZDF.Umwelt-vom-29.05.2011" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_blank" class="external-link-new-window" >nachschauen</a></b>! </p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 May 2011 12:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
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