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		<title>Claudia Kemfert</title>
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		<description>Tagesklima</description>
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			<title>Claudia Kemfert</title>
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			<title>Erdöl - wie lange noch? </title>
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			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Die Deutsche Welle Radiosendung Journal Extra vom 27.7.2010 hat sich die Frage gestellt: <br />wie lange haben wir eigentlich noch Öl? <br />Können wir auch ohne auskommen? <br />Und wofür nutzen wir eigentlich Öl?</b></p>
<p class="bodytext">Überall auf der Erde wird nach Öl gesucht, nach Öl gebohrt, Öl gefördert. Bis in den letzten Winkel des Planeten sind die Suchtrupps vorgedrungen, immer tiefer, immer teurer und immer gefährlicher sind die Bohrungen. Die Ölmultis können es sich leisten, weil die Menschheit sich vom Öl abhängig gemacht hat. Doch manchmal versagt auch die teuerste Technik: Drei Monate ist es her, dass im Golf von Mexiko eine Ölplattform explodiert ist. Seitdem ist aus einem Leck in 1500 m Meerestiefe eine unvorstellbare Menge des kostbaren Rohstoffes ins Meer geflossen. Der Konzernchef von BP muss nun die Konsequenzen aus der Katastrophe ziehen und seinen Hut nehmen.    <br /><br /><b>Deutsche Welle Jounal Extra</b><br /><a href="fileadmin/user_upload/pdf/dw-world_journal.mp3" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_blank" class="download" >Anhören</a></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 10:40:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>BP ist angeschlagen </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//bp_ist_angeschlagen.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><span>Der BP Ölkonzern hatte bis 2007 eine gute Strategie, wie man vom Öl wegkommen kann, hat unter der damaligen Leitung von Lord Browne einen Emissionshandel eingeführt, hat Treibhausgase gesenkt und massiv in erneuerbare Energien investiert- und sich &quot;beyond petroleum&quot;- nach Öl- genannt. Leider wurde dies unter der Leitung von Tony Haward gekappt, seiner Meinung nach war der Konzern &quot;zu sehr damit beschäftigt, die Welt zu retten&quot;- nun - hätte der Konzern doch mehr getan, um die Welt zu retten! Hat er leider nicht die Katastrophe im Golf vom Mexiko macht einmal mehr deutlich, dass die Welt möglichst rasch ohne Öl auskommen sollte. Allerdings haben wir es versäumt, und vor 20 Jahren damit begonnen, uns vom Öl wirklich zu verabschieden. Neue Antriebsstoffe und -techniken entwickelt und an den Markt gebracht. heute fahren immer mehr Fahrzeuge weltweit mit Verbrennungsmotoren. Global sind 600 PKW Fahrzeuge auf den Strassen, Tendenz sehr stark steigend. Angefangen bei den USA, die pro Kopf noch immer doppelt so viel Energie verschwenden wie Europa, müssen mehr und mehr Staaten alles tun, um die Nachfrage nach Öl zu senken. Häuser müssten besser gedämmt werden, Fahrzeuge mit alternativen Antrieben fahren, dann würde der Umstieg geschafft werden. Daher ist es um so dringender, dass wir heute die Energiewende einleiten! Die Politik muss zwei Dinge tun: sie muss erstens die Sicherheitsanforderungen für Tiefseebohrungen erhöhen, auf einen weltweit einheitlich hohen Standard setzen und ein gutes Moniting betreiben und zudem sich besser auf Unfälle und Schadensvermeindung und –verminderung vorbereiten. Zweitens muss sie die Energiewende herbeiführen, d.h. an der Nachfrage nach Öl ansetzen. Je weniger wir nachfragen, desto mehr werden die Konzerne wie BP auch Alternativen anbieten. Und hier wäre ein großer Vorteil von BP: anders als US Amerikanische Konkurrenten kann er aus bisherigen Erfahrungen mit dem Einsatz alternativer Kraftstoffe schöpfen. Somit hat die neue Führungsmannschaft schon eine große Aufgabe: zurück zu „Beyond Petroleum“. <br /><br /> Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hie:<br /><a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/nachrichten/#/beitrag/video/1099572/DIW:-BP-ist-angeschlagen" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_blank" class="external-link-new-window" >ZDF</a><br /> </span> </p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 09:22:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Undichte Ölplattformen, leckende Pipelines, verseuchte Erde – Wie lange können wir uns den „Ölrausch“  noch leisten? </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//undichte_oelplattformen_leckende_pipelines_verseuchte_erde_wie_lange_koennen_wir_uns_den_oe.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Atempause für den Golf von Mexiko wird verlängert. Die defekte BP-Ölquelle bleibt verschlossen, die Verschlusskappe hält und darf zunächst auf dem defekten Bohrloch bleiben – vorerst. &nbsp;Die Unsicherheit bleibt. Den britischen Energiekonzern BP hat der Kampf gegen die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko bislang rund 4 Milliarden Dollar gekostet. Die Folgekosten werden um ein Vielfaches höher sein. Die langfristigen Schäden der Ölkatastrophe für Mensch und Natur kann niemand beziffern.<br />&nbsp; <br /> Wer zahlt die Zeche? <br />Wie realistisch ist ein rascher Umstieg auf erneuerbare Energien? <br />Welche Rahmenbedingungen muss die Politik vorgeben?<br /> Welchen Beitrag kann jeder Einzelne leisten? <br /><br /> <b>Diese wichtige Fragen haben wir </b>im Rahmen einer Diskussionsrunde im Deutschlandradio Kultur in der Sendung &quot;Wortwechsel&quot; diskutiert. <br />Am Freitag, 23. Juli, ab 19:07 Uhr habe ich zusammen mit&nbsp; <b>Stephan Kohler, </b>Chef der halbstaatlichen Deutschen Energie-Agentur (Dena), und <b>Dr. Jochen Luhmann, </b>Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und <b>Karsten Smid, </b>Greenpeace, Kampagnenleiter im Bereich 'Verkehr, Klimaschutz und Öl’ intensiv über das Thema gesprochen.<br />Die Moderatorin Birgit Kolkmann hat eine sehr gelungene Sendung moderiert, die Redaktion hatte Ulrich Ziegler.<br /> <br /> <a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/23/drk_20100723_1907_9fd23b22.mp3" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_blank" class="external-link-new-window" >Hier kann man sie hören:    </a></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 09:50:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Der Energieverbrauch Chinas wächst rasant.... </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//der_energieverbrauch_chinas_waechst_rasant.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">... das wissen wir seit Jahren. Doch heute ereilt uns die Meldung, dass Chinas Energieverbrauch in absoluten Größen den der USA überschritten hat. Sogleich titelt das Wallstreet Journal, dass Chinas Energieverbrauch somit auch für Ölproblem in den USA mitverantwortlich ist- weit gefehlt. Denn pro Kopf gemessen ist und bleibt Amerika Spitze. Die USA verschwenden unglaublich viel Energie und könnten leicht insbesondere im Bereich Gebäudeenergie und auch im Bereich Mobilität Energie einsparen. Sicherlich bringt das enorme Wirtschaftswachstum neben wirtschaftlichen Annehmlichkeiten- der deutsche Export brummt wieder- auch Herausforderungen insbesondere für die sichere und klimaschonende Energieversorgung mit sich. Noch immer basiert die Energieversorgung in China zum größten Teil auf Kohle, da sie preiswert zu haben ist. Öl wird knapper und teurer. Und Chinas Mobilität wächst, und damit auch der Ölverbrauch. Da wir es bisher nicht geschafft haben, auf neue Mobilitätstechniken umzustellen, müssen wir nun auch weiterhin in der Tiefsee nach Öl bohren, um keine Wirtschaftkrise zu riskieren. Um die Treibhausgase wirklich bis zur Mitte des Jahrhunderts einzudämmen, müssen wir umweltschoende Kohletechniken erforschen und vor allem in China einsetzen. China holt auf und hat verstanden, dass die wirtschaftlichen Chancen im Bereich Energieeffizienz, intelligente Netze und dezentrale Energieherstellung sowie Elektromobilität und Solarenergie riesig sind. Nicht über verbindliche Klimaschutzziele wird man China gewinnen können, sondern über die Marktführerschaft dieser Technologien.</p>
<p class="bodytext"><b>Interview Deutschlandfunk</b><br /><a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio55938.html" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_blank" class="external-link-new-window" >Link</a></p>
<p class="bodytext"><a href="fileadmin/user_upload/pdf/deutschland-funk.mp3" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_blank" class="download" >Link Datei</a></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 13:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Extreme Hitze – hat dies bereits Auswirkungen auf die Volkswirtschaft? </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//extreme_hitze_hat_dies_bereits_auswirkungen_auf_die_volkswirtschaft.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><span>Die nun schon einige Zeit andauernde Hitze spürt die Landwirtschaft am schnellsten: durch Wasserknappheit kann es zu Ernteeinbussen und Waldbränden kommen. Auch Trinkwassermangel als Folge kann auftreten, wenn die Wassermanagementsysteme nicht ausreichend funktionieren, wie man beispielsweise in Städten in Südeuropa manchmal beobachten kann. Auch das Energiesystem kann in Mitleidenschaft gezogen werden, da Kraftwerksleistungen von Kern- und Kohlekraftwerken bei niedrigen Wasserstand und hohen Temperaturen in Flüssen gedrosselt werden müssen. In Hitzezeiten weht zumeist auch nicht ausreichend Wind, um die notwenige Strommengen zu erbringen, um die ausfallenden Leistungen aus Großkraftwerken zu ersetzen. Bei ungenügenden Reservekapazitäten droht ein Blackout. Überdies steigt die Nachfrage nach Kühlung, und dies nicht nur in Gebäuden. Die deutsche Bahn kämpft in ihren Zügen aufgrund defekter Klimaanlagen derzeit mit der großen Hitze. Auch der Gesundheitssektor ist betroffen, da es zu hitzebedingten Krankheiten oder sogar Todesfällen kommen kann. Zudem sinkt die Arbeitsproduktivität bei anhaltend hoher Hitze. Gewinner von hohen Temperaturen ist zuvorderst die Tourismusbranche, da viele Menschen in touristischen Gebieten Zuflucht suchen. Auch die Gastronomie profitiert. All diese Entwicklungen werden jedoch kaum spürbare Auswirkungen auf die Volkswirtschaft haben. Dies liegt vor allem daran, daß die meßbaren Effekte zu klein sind, um das jährliche Bruttosozialprodukt nennenswert zu verändern. Der Landwirtschaftssektor ist zwar betroffen, volkswirtschaftlich gesehen sind die Effekte jedoch gering. Lediglich spürbare Auswirkungen könnten durch die Energiewirtschaft entstehen, sollten Großkraftwerke über einen längeren Zeitraum vom Netz genommen werden müssen. Auf das gesamte Jahr gemessen wird der heiße Sommer zwar in schöner Erinnerung bleiben, aber kaum in meßbaren Effekten wiederzufinden sein.</span> </p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 12:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>SALE – Ausverkauf auf dem Strommarkt. </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//sale_ausverkauf_auf_dem_strommarkt.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><span>Es ist Sommerschlussverkauf. Und die Regierung will Strommengen aus Atomkraftwerken verramschen. Nur ein Sommertheater? <br />Grundsätzlich ist die Versteigerung von Reststrommengen aus AKW ein gangbarer Weg. Allerdings muss genau geprüft werden, ob tatsächlich eine Diskriminierungsfreie Auktion möglich ist. Auf dem Strommarkt beherrschen noch immer vier große Anbieter den Markt. Die Konzerne würden versuchen, den Preis und damit die Kosten gering zu halten. Die Bieter kennen Kosten und Verhalten der Konkurrenten, Preisabsprachen wären somit möglich. Zudem stellt sich die Frage, warum die Konzerne überhaupt Stromengen ersteigern sollten, da die Atomkraftwerke ohnehin abgeschaltet werden. Anders als bei den UMTS Lizenzen gibt es somit kein Zukunftsmarkt. Konzerne könnten genauso gut Kohlekraftwerke bauen. Daher ist es entscheidend, dass erst ein Energiekonzept erarbeitet wird, welches darlegt, wie hoch der Anteil des Atom- und Kohlestroms sein soll. Zudem müssen die Sicherheitsanforderungen an die AKWs erfüllt sein. Die geplante Brennelementesteuer würde 2,3 Mrd. Euro an zusätzlichen Kosten für die Konzerne bedeuten, somit knapp 50 % der zusätzlichen Gewinne aus der Laufzeitverlängerung der Konzerne. Eine zusätzliche Versteigerung würde den Anreiz, Kernkraftwerke länger laufen zu lassen, auf nahe Null bringen. Daher sollte entweder eine Brennelementesteuer oder eine Auktion die Zusatzerlöse der Konzerne abschöpfen. Die Zusatzerlöse sollten für den Umbau des Energiesystems eingesetzt werden und nicht im Staatshaushalt versickern. Schade, dass die Regierung den dritten Schritt vor dem ersten tut. Aber so kann man Zeit schinden. Und die Konzerne mürbe machen. Und eine Laufzeitverlängerung verhindern.</span> </p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 10:15:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Warum brauchen wir die Tiefseebohrungen?</title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//warum_brauchen_wir_die_tiefseebohrungen.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hier kurze Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen <br /><br /> </p>
<p class="bodytext"><b>Gemessen an der weltweiten Fördermenge, dürften rund 9000 Liter Öl, die täglich aus einem Bohrloch sprudeln, keinen Einfluss auf den Markt haben. Warum droht uns trotzdem eine Ölkrise? <br /> </b> Uns droht eine Ölkrise, wenn wir es nicht schaffen, mittel- bis langfristig das Ölangebot auszuweiten. Die weltweite Ölproduktion beträgt rund &nbsp;85 Millionen Barrel pro Tag, im kommenden Jahrzehnt steigt die Nachfrage auf 100 Millionen Barrel pro Tag. Wir können die Nachfrage künftig nur mit Öl aus Tiefseebohrungen decken. <br /> <br /> <b>Warum kommen wir ohne Tiefseebohrungen nicht aus? <br /> </b> Herkömmliche Ölfelder haben meist ihr Fördermaximum bereits überschritten. Aus diesem Grund muss man künftig auch in der Tiefsee nach Öl bohren, sonst wird das Ölangebot nicht ausreichen. <br /> <br />  <br /> <b>Warum ist regenerative Energiegewinnung nicht rentabler als riskante und aufwendigere Investitionen in fossile Energieträger? <br /> </b> Die Investitionen in erneuerbare Energieträger rentieren sich, können den globalen Energiehunger aber nicht decken. Um uns weniger abhängig vom Öl zu machen, müssten wir so rasch wie möglich andere Antriebstechniken und -stoffe in der Mobilität einsetzen. Das würde aber eine komplett neue Infrastruktur voraussetzen. Wir hätten vor 20 Jahren mit dem Umbau beginnen müssen - das haben wir leider versäumt. <br />  <br /> <b>Wie können wir den Widerspruch lösen, unabhängiger vom Öl zu werden, wenn wir in den nächsten Jahren das Ölangebot massiv erweitern müssen/sollen?</b> <br /> Da wir nicht rechtzeitig umgesteuert haben, und somit die Ölnachfrage deutlich steigt statt sinkt. Stark wachsende Volkswirtschaften haben einen enormen Energiehunger, und es gibt bisher keine Alternative zum Öl. Und weil die jetzigen Ölförderstätten mehr und mehr zur Neige gehen. <br /> <br /> <b>Selbst US-Präsident Obama will weg vom Öl, schwört die Amerikaner auf den Umschwung ein. Konkrete Ziele gibt es nicht. Schürt Obama eine unnötige Energie-Panik?</b> <br />  Absolut nicht, im Gegenteil! Amerika verschwendet unglaublich viel Energie und muss dringend Öl einsparen. Genau das muss man den Menschen erklären, aber auch politisch die Energiewende einläuten- da sehe ich bisher allerdings überhaupt kein Konzept. <br />  <br /> <b>Ist die Öl-Katastrophe nun der endgültige Wendepunkt hin zu sauberen Energien? <br /> </b> Ich würde es mir wünschen. Die ölverschmierten Pelikane im Golf von Mexiko werden sicherlich bald in Vergessenheit geraten. Die nachhaltige Energiewende darf es nicht. <br /> <br /> <br />  </p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 17:57:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wie man Skeptiker überzeugt </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//wie_man_skeptiker_ueberzeugt.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Im Rahmen der EUREF-GASAG Summer School sprach mich vor meinem Vortrag einer der Teilnehmer an und gratulierte mir ausgiebig für meinen großen Erfolg. Ich wusste nicht, was er meint und fragte nach. Er berichtete, dass er bisher es nicht vermochte hatte, seinen Vater vom Klimaschutz zu überzeugen. Ich hätte hingegen es geschafft. Und das „nur“ durch meinen Vortrag. Sein Vater ist FDP Abgeordneter in Stuttgart und hat einen Vortrag von mir gehört, den ich auf Einladung der Umweltministerin Tanja Gönner im Frühjahr 2010 in Stuttgart gehalten hatte. Der Student berichtete, dass die Argumente Klimaschutz als Wirtschaftsfaktor sowie die absolut unideologische Sicht ihn überzeugt hätten. Seit meinem Vortrag kämpft er nun auch aktiv für den Klimaschutz - und das für die FDP! Wenn das kein Erfolg ist, da stimme ich zu. Ich finde dies großartig, nicht nur, weil es zeigt, dass sich auch die hart gesottenen Markt-Verfechter überzeugen lassen können. Sondern vor allem deswegen, weil es richtig ist, dass es im Grunde gar nichts zu überzeugen gibt, sondern einfach Information und Aufklärung ausreichen, um zu zeigen, dass sich die Wirtschaftswelt in Richtung Klimaschutz, Energieeffizienz und nachhaltiger Energieversorgung bewegt. In der Tat hat es weder mit Ideologie oder Mission zu tun, wenn man aufzeigt, dass der Klimaschutz längst umfassend Wirklichkeit geworden ist. Anders als noch vor einigen Jahren investieren Unternehmen massiv in den Ausbau der Infrastruktur, intelligente Netze, Energiemanagement, Energieeffizienz oder den Ausbau der erneuerbaren Energien. Und das trotz oder gerade wegen der Wirtschaftskrise. Ich freue mich sehr, dass auch bisherige Skeptiker diesem Wandel nun positiv gegenüber stehen.<br /> <br />  </p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 18:56:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Desertec – die Energieversorgung und Afrika </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//desertec_die_energieversorgung_und_afrika.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das Desetec Projekt ist eines der wichtigsten Energieprojekte der Zukunft, diese Fragen werden immer wieder gestellt. Hier die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. <br /> <br /> <b>1) Die Kosten oder Investitionen von Desertec werden auf 400 Mrd. Euro geschätzt. Oft kommt es jedoch zu Kostenexplosionen bei Großprojekten wie auch beim Fusionsreaktor ITER. Für wie aussagekräftig halten Sie die Zahl? Ist das eine „politische Zahl“, die klein gerechnet wurde?</b> <br /> Ich denke, dass es erst eine Kostenschätzung geben kann, wenn man genau weiß, in welcher Größenordnung wann wo und welche Kraftwerks- und Leitungskapazitäten gebaut werden können und sollen. Desertec ist derzeit an einem sehr frühen Stadium und beginnt nun mit der Ausarbeitung von Machbarkeitsstudien verschiedener Szenarien. Zunächst geht es darum, die politischen Grundlagen zu schaffen, die Länder an Bord zu bekommen, die Kooperation mit der EU auszubauen und die Regulierungs- und Finanzierungsfragen zu klären. Solarthermische Kraftwerke in Afrika sollten zunächst dazu genutzt werden, die Energieversorgung in Afrika sicherzustellen. Die Lieferung von Strom nach Europa ist dann der nächste Schritt. Der Infrastrukturausbau hängt nicht nur von Kosten ab, sondern auch von der Regulierung und der Kooperation zwischen den Ländern. <br /> <br /> <b>2) Die Übertragung des Stroms von Nordafrika hin zu den europäischen Verbrauchern gilt als Schlüsselproblem. <br /> </b>Technisch ist Vieles machbar. Ein Projekt wie Desertec ist ein Generationenprojekt. Technologischer Fortschritt wird zum einen die problemlose Stromübertragung auch auf lange Distanzen ermöglichen. Zum anderen glaube ich aber ebenso, dass man in Punkto Stromspeicherung in einigen Jahrzehnten deutlich weiter sein wird. Dies bedeutet, dass man auch Energie dezentral und vor Ort speichert und nutzt, sodass der großflächige Bedarf nach einem Energietransport über derart große Distanzen vermindert werden wird. Dennoch sind die Energieversorgung aus Solarenergie und der Energieverbund von Südeuropa und Nordafrika von besonderer Bedeutung. Ein Projekt wie Desertec ist ein hervorragender erster Schritt in die richtige Richtung. <br /> <br /> <b>3) HGÜ-Übertragungsleitungen sind besonders teuer. Welche Leitungskapazität bräuchte man, um 15% der europäischen Energienachfragen zu decken?</b> <br /> Die Leitungskapazität hängt davon ab, in welcher Größenordnung man Strom nach Europa transportieren möchte. Ob dies gleich zu Beginn 15 % des Strombedarfs in Europa sein werden, muss geklärt werden. Die Kosten für derartige Leitungen werden im Zeitablauf auf jeden Fall deutlich sinken. Wir benötigen einen derartigen Stromaustausch ja nicht nur in Südeuropa und Nordafrika, sondern in ganz Europa, auch in Verbindung mit Nordeuropa. Desertec ist ein Baustein hin zu einer Vollversorgung Europas mit erneuerbaren Energien. Aber das dauert mindestens eine Generation. <br /> <br /> <b>3) Ist es erstaunlich für Sie, dass die Initiative für Desertec (und die Vision) von privaten Unternehmen kommt und nicht von Politikern, die das Vorhaben eher nüchterner betrachten? <br /> </b>Nein, nicht erstaunlich, sondern folgerichtig. Die Vision der Vollversorgung Europas mit erneuerbaren Energien ist nicht neu, sondern mindestens 25 Jahre alt, wenn nicht sogar noch älter. Verschiedenste Politiker haben solche Szenarien in der Vergangenheit immer wieder vorgeschlagen, insbesondere die Grünen. Doch erst durch die Beteiligung von privaten Unternehmen hat das Projekt die notwendige Ernsthaftigkeit bekommen. Denn in der Tat ist der Zweitpunkt gekommen, wo Unternehmen sich langfristig orientieren und die Wachstums- und Marktpotentiale der erneuerbaren Energien entdecken und aktiv umsetzen. Denn die Marktpotentiale der erneuerbaren Energien sind riesig, und die Unternehmen, die sich richtigerweise dahin orientieren, haben auch langfristig die Nase vorn. Es ist ein gutes Signal, dass kapitalstarke Unternehmen nun in dieses Projekt investieren. Wir benötigen insbesondere das private Kapital, um den Umbau des Energiesystems zu schaffen. <br /> <br /> <b>4) Wo sehen Sie die größten Herausforderungen, bei politischen oder technischen Hindernissen? <br /> </b>Eher bei politischen. Es gibt so viele unterschiedliche Akteure, Gesellschaftsgruppen und Interessen. Zunächst geht es um die afrikanischen Länder, mit denen ein kluger außenpolitischer Dialog zu führen ist. Die bisherige Kommunikation des Desertec Konsortiums hat vergessen, dass es hier gesellschafts-, sozial-, und natürlich auch um energiepolitische Interessen geht. Europa muss die Kooperation, nicht die Konfrontation mit den Nordafrikanischen Staaten suchen. Dann müssen auch die Regulierungsfragen für die Infrastruktur geklärt werden, denn die Eigentümer derartiger Stromtransportwege haben wiederum eigene ökonomische oder politische Interessen, die zu Marktmacht und somit Monopol- statt Marktpreisen führen können, wie wir vom Europäischen Energiemarkt zur Genüge kennen. Die technischen Hindernisse sind zu bewerkstelligen. Die Unternehmen, die hier bereits Interesse bekundet haben, mitzuwirken, haben ausreichendes Know how und technisches Können. <br /> <br /> <b>5) Wie wichtig ist Desertec, um die zünftige Stromnachfrage der nordafrikanischen Ländern zu decken?</b> <br /> Sehr wichtig. Ich würde sagen, dass es darum auch zunächst gehen muss. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit liegt zunächst darin, dass die Nordafrikanischen Länder die Energieversorgung sichern, den Wohlstand steigern und somit auch sehr gute Voraussetzungen für politische Stabilität haben. Dann werden die energiepolitischen Kooperationen mit Europa langfristig stabil, verlässlich und dauerhaft sein. <br /> <br /> <b>6) Kann ein solarthermisches Werk in Zukunft (2050) die Grundlast oder einen Großteil davon decken?</b> <br /> Ja, das kann es ja schon heute in Wüstenregionen. Wichtig ist der Stromverbund, sodass in ganz Europa und Nordafrika dann die Energie genutzt werden kann, wenn Sie nachgefragt wird. Dazu muss der Energieverbund hergestellt werden, zudem hat die Energiespeicherung eine Schlüsselfunktion. Wenn die Infrastruktur ausgebaut und angepasst wird, zudem die Möglichkeiten der Energiespeicherung voll ausgeschöpft werden und deutlich verbessert werden, ist eine Grundlastversorgung problemlos möglich. <br /> <br /> <br />  </p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 13:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Russland – der Gashahn und die Transitländer </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//russland_der_gashahn_und_die_transitlaender.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Und täglich grüßt das Murmeltier: Russland dreht mal wieder den Gashahn ab, dieses Mal ist nicht die Ukraine das unliebsame Transitland, sondern Weissrussland. Die wiederum drehen nun einfach den Gashahn nach Europa ab. Zwei häufig gestellte Fragen und 2 Antworten <br /> <br /> <b>Weißrussland stoppt die Durchleitung von russischem Gas nach Europa. Drohen Deutschland und anderen großen europäischen Ländern jetzt Lieferengpässe? </b><br /> Nein, zumindest nicht unmittelbar. Ungefähr ein Fünftel der russischen Gasexporte gehen durch Weißrussland. Natürlich lässt sich das Gas zum Teil auch über andere Pipelines umleiten. Und jetzt im Sommer ist die Nachfrage ohnehin nicht so groß wie im Herbst oder Winter. In Deutschland verfügen wir außerdem über ausreichend große Speicherkapazitäten. Die Gaskunden hierzulande brauchen sich erst einmal keine Sorgen zu machen. Sollte das Gasstreit länger dauern, kann sich die Lage allerdings verändern. <br /> <br /> <b>Wie abhängig ist Europa russischem Gas? </b><br /> Das Gas und das Öl, was wir hier in Deutschland verbrauchen, stammen zu 35 Prozent aus Russland. Die Abhängigkeit dürfte in Zukunft noch zunehmen. In Norwegen und den Niederlanden gehen die Gasvorkommen allmählich zur Neige. Russisches Gas wird daher noch wichtiger werden. Und somit auch alternative Pipelinerouten. Gazprom nutzt derartige Aktionen gern, um für seine Ostseepipeline zu werben. Man will deutlich machen, dass die Transitländer unzuverlässig sind. Deutschland und den Europäern bleibt als Alternative zu russischem Gas lediglich der verstärkte Import von Flüssiggas aus anderen Regionen. <br />  </p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 17:06:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>"The German Experiment" aus Sicht der USA – ein Vorbild für Deutschland? </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//the_german_experiment_aus_sicht_der_usa_ein_vorbild_fuer_deutschland.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Artikel von Evan Schwartz über die Analyse der Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland und die Vorbildfunktion für die USA ist hochspannend. Wir immer kommen die marktökonomen zu Wort, die sich darüber aufregen, dass man eine viel zu teure Technik subventioniert, anstelle Kohle zu besteuern. Oder aber sollte man einen Emissionshandel einführen, der möglichste hohe Preise für CO2 erzielen sollte und dann sollte der Markt selbst entscheiden, welche Technologien in den Markt kommen. Doch wie der Auto richtigerweise beschreibt: <br /><b>1.</b> Eine derart hohe Steuer oder einen CO2 Preis einzuführen, ist politisch so gut wie ausgeschlossen, wie die Debatten in den USA eindrucksvoll zeigen. <br /><b>2.</b> In Deutschland sind die Menschen gern bereit, für die erneuerbaren Energien Geld auszugeben, zumal die Kosten sich im Rahmen halten, da wir sehr energieeffizient sind- vor allem im Vergleich zu Amerika. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein derartiger „Feed in Tariff“ nach deutschem Vorbild durchaus auch für die USA Charme hätte. Deutschland sei Vorbild und interessanterweise entstehen insbesondere in einem derart hoch technologisierten Industrieland wie Deutschland derart beeindruckende Techniken und ein neuer Markt für grüne Technologien. Das „deutsche Experiment“ könnte somit durchaus hochinteressant für die USA sein. Amerika merkt erst in der tiefen Ölkrise, dass es etwas tun muss, um neue Energien zu fördern und Amerika unabhängiger von fossilen Energien zu machen – und das geht nur mit dem Umbau des Energiesystems. Deutschland könnte somit durchaus Vorbild für Amerika sein, es würde sich für die USA auf jeden Fall lohnen.<br /><br /><a href="fileadmin/user_upload/pdf/Technology_Review_.pdf" title="Leitet Herunterladen der Datei ein" target="_blank" class="download" >Artikel download</a><br /><a href="http://www.technologyreview.com/energy/25577/" title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" target="_blank" class="external-link-new-window" >Artikel Link</a></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 17:26:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Ölkrise im Golf von Mexiko – und die Frage nach der Energiewende </title>
			<link>http://www.claudiakemfert.de/no_cache/todaysclimate/detailansicht/article//die_oelkrise_im_golf_von_mexiko_und_die_frage_nach_der_energiewende-1.html</link>
			<description></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Erst solch dramatische Unfälle bewegen die Gesellschaft und Politiker nun ernsthaft dazu, sich zu fragen: </p>
<p class="bodytext">- wie lange sind wir noch abhängig vom Öl?<br />- Warum sind wir derart abhängig? <br />- Und warum haben nicht schon früher die Risiken von Tiefseeölbohrungen richtig eingeschätzt?<br />- Und was sollen wir jetzt tun? <br />- Und warum eigentlich so plötzlich? <br /> <br /> Die globale Volkswirtschaftbasiert auf billigem Öl, es ist das „Blut unserer Volkswirtschaft“, ohne das wir nicht lebendig, gesund und glücklich sind. Die erste und zweite Ölpreiskrise aus den siebziger und achtziger Jahren haben zwar kurzfristig zu Empörung und vorübergehendem Umdenken geführt, danach war aber alles beim Alten. Wenn Öl wieder billig wird, sind die Probleme gern vergessen. Das globale Ölangebot war bisher ausreichend, um die Nachfrage zu decken. Zwar streiten sich Anhänger verschiedener Theorien darum, wann die globale Ölförderung nun wirklich sein Maximum erreichen wird, doch einig sind sich alle: Öl ist und bleibt endlich. Und die Zeit des ausreichenden Ölangebots schwindet. Die Frage ist, wie lang noch ausreichend Öl zur Verfügung steht. Die weltweite Ölproduktion beträgt derzeit ca. 85 Millionen Barrel pro Tag, die Nachfrage war vor der Wirtschaftskrise ungefähr genauso hoch. Die boomenden und besonders stark wachsenden Volkswirtschaften haben einen enormen Hunger und Durst nach Öl. Wie müssen somit das globale Ölangebot deutlich ausweiten, um die Ölnachfrage überhaupt noch zu decken. Man kann damit rechnen, dass die globale Ölnachfrage im kommenden Jahrzehnt auf 100 Millionen Barrel pro Tag ansteigen wird. Ein Trendumkehr vorher ist so gut wie ausgeschlossen, da die Mobilitätstechnologien nahezu vollständig auf Öl basieren. Auch verschwenden wie noch immer viele Nationen Unmengen an Öl, da wir Öl zumeist nicht verteuern, sondern sogar künstlich billig halten. Auch Amerika muss sich hier an die eigene Nase fassen: es verbraucht mehr als doppelt so viel wie Europa und Deutschland. Die USA hat anders als Europa kaum Energiesteuern, Mobilität ist ein Freiheits- und Wohlstandsgut, welches nicht angetastet werden darf. Und genau hier liegt das Problem: Öl künstlich teuer zu machen, ist politisch extrem unpopulär. Neue Technologien an den Markt zu bringen, bedarf einen langen Atem, und die richtigen politischen und unternehmerischen Entscheidungen. <br /> Um das Ölangebot im kommenden Jahrzehnt hingegen auf 100 Millionen Barrel auszuweiten, müssen wir alle Ölförderstätten anzapfen- auch wenn wir es gern anders hätten. Herkömmliche und leicht erschließbare Felder gehen mehr und mehr zur Neige, zudem muss das Angebot ja global ausgeweitet werden und darf nicht konstant bleiben. Daher benötigen wir die Tiefseeölbohrungen, nicht nur in den USA, sondern beispielsweise auch vor Brasilien oder Afrika. Zudem müssen wir mit einem unglaublichen Energieaufwand und großer Umweltverschmutzung Öl aus Sänden und Gesteinen herauswaschen, wie vor allem in Kanada. So gern wir auch daran glauben wollen würden, dass wir dies alles nicht wollen, wir müssen begreifen, dass wir vor 20 Jahren hätten beginnen müssen, uns vom Öl wirklich ernsthaft zu verabschieden, wenn wir die globale Ölnachfrage heute sinken statt steigen sehen wollten. Die Tiefseebohrungen sind riskant, keine Frage. Insbesondere wenn es in Meerestiefen von über 1500 Meter geht, wie derzeit die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zeigt. Allerdings ist die Technik beherrschbar, Risiken müssen sowohl auf der Technikseite als auch auf politischer Seite minimiert werden. Und vor allem muss man alles tun, um sich auf die Schadensbeseitigung und Unfallminimierung viel besser als bisher vorzubereiten. Dennoch haben wir keine andere Wahl, wenn wir eine Energie- und globale Wirtschaftskrise vermeiden wollen. Ein Großteil der weltweiten Ölvorkommen ist in Händen von staatlich kontrollierten Systemen, wie im arabischen Raum, in Russland oder Venezuela. Private Unternehmen, die derartig kosten- und kapitalintensive Bohrungen übernehmen können, haben ohnehin nur einen Zugriff von ca. 20 Prozent der globalen Ölvorkommen. Daher ist auch ein nicht zu unterschätzender Effekt, dass wir Ölfelder diversifizieren müssen. Dies bedeutet vor allem auch die Ölbohrungen in der Tiefsee. <br /> Der größte Teil des global eingesetzten Öls geht in die Mobilität, gefolgt von Gebäudeenergie und andere Nutzung, wie beispielsweise für die Pharmazie, Chemie und andere Produktherstellungen. Um uns also spürbar weniger abhängig vom Öl zu machen, müssten wir vor allem so rasch wie möglich andere Antriebstechniken und –stoffe in der Mobilität einsetzen. Dies würde nicht nur neue Techniken wie beispielsweise die Elektromobilität und damit verbundene Speichertechniken bedürfen, sondern vor allem auch eine neue Infrastruktur. Bei Erdgas oder Autogas als Antriebsstoff ist dies im bestehenden Tankstellen- und Fahrzeugsystem durchaus leichter und vor allem zeitnaher möglich, bei Wasserstoff wird es da schon schwieriger. Wasserstoff muss produziert werden, gelagert und transportiert werden und bedarf somit einer neuen Technik und Infrastruktur. Zwar könnte man insbesondere die erneuerbaren Energien einsetzen, um Wasserstoff zu produzieren, da das Medium Wasserstoff als Speicher genutzt werden könnte. Genauso wie beispielsweise Methan bzw. Biomethan oder andere Kraftstoffe, die energetisch hergestellt werden müssen, als Speichermedium für die volatil auftretenden erneuerbaren Energien genutzt werden könnten. Dennoch muss gesehen werden, dass enorme Investitionen in die Erforschung dieser Techniken notwenig wären, zudem müssen neue Fahrzeuge und auch Infrastruktur gebaut werden. &nbsp;Biokraftstoffe werden beispielsweise auch derzeit schon in den herkömmlichen Kraftstoff beigemischt. In machen Ländern in der Welt wie beispielsweise Brasilien wird ein hoher Anteil von Ethanol als Treibstoff, welcher aus Zuckerrohr hergestellt wird, bereits eingesetzt. Wichtig bei der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zur Treibstoffgewinnung ist die nachhaltige Herstellung, da es nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln treten darf und keine Umweltzerstörungen einhergehen dürfen. <br /> <br /> Alles in allem bedarf es umfangreicher, konsistenter und vor allem globaler Anstrengungen, derartige innovative Technologien zu erforschen und an den Markt zu bringen. Dies muss allerdings heute begonnen werden, da wir mindestens 20 Jahre benötigen werden, um einen spürbaren Erfolg und Wandel zu sehen. Zeitgleich sollte alles getan werden, um Energie einzusparen, wie beispielsweise Energieprozesse effizienter zu machen sowie die Effizienz von Gebäudeenergie deutlich zu verbessern. All dies bedarf es weitreichender politischer Regulierungen und kluger unternehmerischer Entscheidungen. Die „grünen“ Märkte, d.h. die Energieeffizienztechniken, nachhaltige Mobilität oder aber intelligenter Infrastruktur sind die Zukunftsmärkte. Unternehmen erkennen zunehmend die enormen wirtschaftlichen Chancen. Politiker dürfen nicht nur aufgrund von Umweltkatastrophen hektische und unkontrollierte politische Entscheidungen treffen. Sie müssen vor allem langfristige Vorkehrungen treffen. Dazu gehören neben unpopulären Entscheidungen über die Verteuerung von Öl insbesondere Maßnahmen und Vorgaben zur Verbesserung von Energieeffizienz und der Förderung einer nachhaltigen Energiewende und Mobilität. Dies kann man sicherlich nicht an einem Nachmittag in der Fernsehansprache oder in der Diskussion mit Ölkonzernen lösen. Dies bedarf weiterreichender und vor allem langfristig ausgelegte politische Entscheidungen. Die ölverschmierten Pelikane im Golf von Mexiko werden bald in Vergessenheit geraten. Die nachhaltige Energiewende darf es nicht. </p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 17:28:00 +0200</pubDate>
			
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