Wie teuer wird die Zukunft?
Als Wissenschaftlerin rechne ich – sprichwörtlich – mit dem Klimawandel: Meine Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die ökonomische Bewertung von Klima-, Energie- und Verkehrspolitikstrategien. Als Professorin an der Leuphana Universität und als Abteilungsleiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) beschäftige ich mich mit der Frage: Wie teuer wird die Zukunft?

Wir können die Zukunft nicht voraussagen, aber wir simulieren sie: Am DIW arbeite ich mit meinem Team an der Entwicklung quantitativer, computerunterstützter Modelle, mit denen wir abschätzen, was Klimaschutz und Klimawandel, Energiepreis-Schwankungen oder nachhaltige Mobilität kosten. So können wir errechnen, mit welchen Kosten in Zukunft zu rechnen ist: Was bedeutet es für unseren Wohlstand, wenn der Ölpreis steigt? Welche Konsequenzen hat das für den Arbeitsmarkt? Wie teuer wird die Umstellung auf erneuerbare Energien? Diese und andere Fragen rund im die Themen nachhaltige Energieversorgung, Mobilität und Klimaschutz untersuche ich im Rahmen verschiedenster Forschungsprojekte.

Forschung durch Kooperation und Publikationen
Von Berlin aus kooperiere ich mit zahlreichen Forschungseinrichtungen in Deutschland und der Welt, tausche mich mit Kollegen aus und bin mit zahlreichen Instituten vernetzt: vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung über die Universitäten in Graz und Linz bis zur Stanford University in Kalifornien. Die Daten und Informationen werden am DIW gesammelt. Mein Team und ich analysieren die Verkehrsmärkte, studieren den Wettbewerb im Energiemarkt und prüfen Innovationspotenziale und Investitionsmöglichkeiten. Dabei werden regionale, nationale und globale Entwicklungen berücksichtigt. Nur so können Strategien wie der Emissionshandel, Öko-Steuern oder Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien bewertet werden. Auch deren technische Umsetzbarkeit, die Akzeptanz und Anreize zu Verhaltensänderungen spielen dabei eine große Rolle. Denn das Ziel unserer Forschungen ist, in möglichst vielen Forschungsverbünden tätig zu sein, die Forschungsergebnisse auf internationalen Tagungen zu präsentieren und in hochrangigen Fachzeitschriften zu veröffentlichen.

LINKS

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